Markusdom Grundriss und Plan: Orientierung zwischen griechischem Kreuz, Vorhalle und Krypta

Ein fast perfektes griechisches Kreuz, fünf Kuppeln, eine Vorhalle, die ihn auf drei Seiten umfasst, ein Obergeschoss mit den Bronzepferden und eine Krypta unter dem Lagunenspiegel. Hier der durchdachte Plan des Markusdoms, mit optimierter 60-Minuten-Route.

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Echtzeit-Verfügbarkeit

Tickets und Erlebnisse für jeden Bereich des Doms

Auswahl an Eintrittstickets, Führungen und Kombizugängen für eine vollständige Besichtigung aller Bereiche des Markusdoms: Hauptschiff, Pala d'Oro, Schatzkammer, Museum und Pferdeloggia.

Zusammenfassung: der Grundriss in 30 Sekunden

Schema
Griechisches Kreuz (vier gleich lange Arme) mit Zentralkuppel und vier Armkuppeln.
Maße
Länge 76,5 m, Breite 62,6 m, Höhe der Zentralkuppel 43 m.
Begehbare Ebenen
Drei: Krypta (unten), Basilika (Erdgeschoss), Museum + Pferdeloggia (oben).
Eingänge
Hauptportal (frei), Porta dei Fiori (mit Reservierung), Porta Sant'Alipio (Ausgang).
Kostenpflichtige Innenbereiche
Pala d'Oro, Schatzkammer, Museum + Pferdeloggia.
Standard-Besuchsdauer
60 Minuten für die komplette Runde im Durchschnittstempo.

Quelle: basilicasanmarco.it.

Architektonischer Grundriss des Markusdoms in Venedig

Der griechische Kreuzgrundriss: was es ist und warum

Der Markusdom ist eines der reinsten Beispiele eines griechischen Kreuzgrundrisses im Abendland. Anders als das lateinische Kreuz (mit einem deutlich längeren Arm, typisch für romanische und gotische Kathedralen) hat das griechische Kreuz vier nahezu gleich lange Arme, die sich um einen Mittelpunkt anordnen.

Der Grundriss kommt direkt aus der byzantinischen Architektur, insbesondere aus der heute zerstörten Apostelkirche in Konstantinopel. Als 1063 Doge Domenico Contarini den Wiederaufbau zum dritten Mal in Auftrag gab, wählte er ausdrücklich dieses östliche Vorbild: ein politisches wie religiöses Manifest.

Die Merkmale des Schemas

Autoren-Tipp: stellen Sie sich genau unter die zentrale Himmelfahrtskuppel. Von dort liest sich der griechische Kreuzgrundriss unmittelbar: in wenigen Metern öffnen sich die vier Arme symmetrisch.

Die Bereiche des Doms von oben

Die wichtigsten Räume in logischer Besuchsreihenfolge, von außen beginnend.

BereichLageInhaltZugang
Vorhalle (Narthex)Umfasst die Kirche U-förmig, West- und NordseiteMosaike des Alten Testaments, Lünetten, Sarkophageim Basisticket enthalten
HauptschiffWestarm des KreuzesPfingstkuppel, MarmorbodenBasisticket
VierungSchnittpunkt der ArmeHimmelfahrtskuppel (größte)Basisticket
Nördliches QuerschiffLinker ArmJohanneskuppel, Zugang zum MuseumBasisticket / Museum separat
Südliches QuerschiffRechter ArmLeonhardskuppel, Eingang zur Schatzkammer, eingeschränkter Zugang zur KryptaSchatzkammer separates Ticket
PresbyteriumOstarm, jenseits der IkonostaseHochaltar, Pala d'Oro, Markus-ReliquienPala-d'Oro-Ticket separat
KryptaUnter dem PresbyteriumRomanische Unterkirche, alte DogengräberSonderbesuche oder Führungen
MuseumObergeschossOriginale Bronzepferde, Wandteppiche, abgenommene Mosaikeseparates Ticket
PferdeloggiaAußenfassade, ObergeschossVier Pferde (Kopien), Blick auf den Markusplatzim Museum enthalten

Die Vorhalle (Narthex): die Schwelle des Doms

Die Vorhalle ist der erste Raum, den man beim Eintritt durch das Hauptportal durchquert. Ein langer, niedriger, halbdunkler Raum, der auf drei Seiten der Basilika entlangläuft (Westen, Norden, teilweise Süden). Er dient der „Dekompression" zwischen dem Licht des Platzes und dem Mysterium des sakralen Raums.

Im Grundriss besteht die Vorhalle aus einer Folge quadratischer Joche, jeweils mit einer kleinen Kuppel überwölbt. Über jeder Kuppel Mosaike auf Goldgrund mit Szenen aus dem Alten Testament: Genesis, Noah, Abraham, Joseph, Moses.

Was in der Vorhalle zu tun ist

Hauptschiff und Querschiffe

Nach der Vorhalle betritt man den Hauptraum. Das Schema ist klar:

An den vier Seiten der Zentralvierung öffnen sich oberhalb der Bögen schmale Emporen (Matronea): sie waren dem Klerus vorbehalten und sind heute nicht zugänglich.

Presbyterium und Pala d'Oro im Grundriss

Das Presbyterium ist durch die Marmorikonostase von 1394 vom Rest der Basilika getrennt. Für den Zugang braucht es ein spezielles Ticket (ca. 5 €). Drinnen ist der Weg vorgegeben:

  1. Eintritt durch eine Seitenöffnung rechts der Ikonostase.
  2. Im Uhrzeigersinn um den Hochaltar gehen.
  3. Vor der Pala d'Oro stehen, die senkrecht auf der Rückseite des Altars präsentiert wird.
  4. Eine kleine Stufe hinabsteigen und auf der linken Seite hinausgehen.

Der Rundgang dauert 5–8 Minuten und ist visuell sehr dicht: Alabastersäulen, byzantinische Skulpturen, Ciborium, Chorgestühl und schließlich die Pala. Eines der intensivsten Stücke des Besuchs.

Die Schatzkammer: ihre Lage im Grundriss

Die Schatzkammer befindet sich in zwei kleinen Räumen an der südöstlichen Ecke der Basilika, zwischen dem rechten Querschiff und dem Presbyterium. Der Eingang ist eine Bronzetür, leicht erkennbar am Schild „Tesoro / Treasury".

Die beiden Räume sind eigentlich alte Räumlichkeiten des angrenzenden Dogenpalastes, die nach den Erweiterungen im 11. Jahrhundert in die Basilika integriert wurden. Die dickste Mauer ist die südliche, die an den Dogenpalast grenzt.

Die Krypta: die unterirdische Ebene

Unter dem Presbyterium erstreckt sich die Krypta, eine kleine Kirche in der Kirche: drei kleine Schiffe, niedrige Gewölbe, ein Wald aus gedrungenen Säulen. Es ist die älteste noch zugängliche Ebene, größtenteils aus dem 11. Jahrhundert.

Hier lagen bis 1094 die Reliquien des hl. Markus: der Sarkophag wurde später unter den Hochaltar verlegt, wo er noch heute steht. In der Krypta ruhen viele alte Dogen und Patriarchen von Venedig.

Der Zugang ist begrenzt. Da sie unter dem Meeresspiegel liegt, ist die Krypta häufig überflutet: sie öffnet nur in trockenen Zeiten, bei besonderen Gottesdiensten oder speziellen Führungen.

Autoren-Tipp: klären Sie rechtzeitig die Möglichkeit einer Krypta-Besichtigung. Sie ist nicht immer geöffnet, Verfügbarkeit erfährt man erst beim Buchen einer Tour, die sie ausdrücklich einbezieht.

Museum und Pferdeloggia im Obergeschoss

Eine enge Treppe im südlichen Querschiff (oder, je nach Besucherfluss, in der Vorhalle) führt ins erste Obergeschoss. Hier befindet sich das Dommuseum, verteilt auf mehrere Räume entlang der Innengalerien und in der Fassade.

Das Museum bewahrt die originalen vier vergoldeten Bronzepferde, antike Meisterwerke, die 1204 aus Konstantinopel nach Venedig gebracht wurden. Auf der Außenloggia sind Kopien zu sehen. Außerdem gibt es Wandteppiche des 16. Jahrhunderts, bei Restaurierungen abgenommene Mosaike, illuminierte Codices und liturgische Gewänder.

Was die Außenloggia bietet

Plan des Markusdoms mit Besuchsroute

Optimierte 60-Minuten-Route

Wenn Sie genau eine Stunde haben, hier die Verteilung der Zeit, um alles ohne Hetze zu sehen.

MinuteBereichAktivität
00–08VorhalleKuppeln Genesis, Noah, Babel. Langer Blick Richtung Pfingstkuppel.
08–15HauptschiffPfingstmosaike, Marmorboden.
15–22VierungHimmelfahrtskuppel: in der Mitte stehen und sich drehen.
22–28Nördliches QuerschiffJohanneskuppel. Blick auf die Empore.
28–34Südliches QuerschiffLeonhardskuppel, Eingang zur Schatzkammer.
34–45Presbyterium + Pala d'OroIm Uhrzeigersinn, lange Pause vor der Pala.
45–55SchatzkammerHauptvitrinen, Kelche und byzantinische Ikonen.
55–60AusgangLetzter Gesamtblick von der Südtür.

Für die „lange" 90–120-Minuten-Version fügen Sie 30 Minuten Museum + Pferdeloggia hinzu.

Die Türen: wie hineinkommen und wo hinausgehen

Auf der Westfassade (zum Markusplatz) öffnen sich fünf große Portale. Von Norden nach Süden:

  1. Porta di Sant'Alipio: am weitesten links. Darüber das einzige original mittelalterliche Außenmosaik, die Überführung des hl. Markus.
  2. Porta di San Pietro.
  3. Hauptportal: Haupteingang für Besucher ohne Reservierung (freie Schlange).
  4. Porta di San Clemente.
  5. Porta di San Giovanni: am weitesten rechts.

Auf der Nordseite, zur Piazzetta dei Leoncini, öffnet sich die Porta dei Fiori, reserviert für Besucher mit Reservierung (Skip-the-Line, Führungen). Hier bildet sich die „prebooked"-Schlange.

Der Ausgang erfolgt in der Regel auf der Südseite (Richtung Dogenpalast) oder durch dasselbe Hauptportal, je nach Besucherfluss.

Orientierung nach Himmelsrichtungen

Der Dom ist mit dem Presbyterium (Hochaltar) nach Osten ausgerichtet, gemäß der frühen christlichen Tradition. Das bedeutet:

Diese mentale Kompassnadel hilft, jeden gedruckten Domplan ohne Verwechslungen zu lesen.

Zahlen des Grundrisses zum Merken

FAQ zum Grundriss des Markusdoms

Warum hat der Dom einen griechischen und keinen lateinischen Kreuzgrundriss?

Aus ausdrücklicher Entscheidung von Doge Contarini 1063, der die Apostelkirche in Konstantinopel reproduzieren wollte, byzantinisches Modell schlechthin, auch als politische Geste der Nähe zum christlichen Osten.

Kann man die Krypta besichtigen?

Nur gelegentlich. Sie liegt unter dem Meeresspiegel und ist oft überflutet. Zugang nur bei speziellen Führungen oder Sonderöffnungen.

Wo geht man mit dem reservierten Ticket hinein?

Durch die Porta dei Fiori, an der Nordseite der Basilika, an der Piazzetta dei Leoncini. Schild „Prebooked entrance" suchen.

Ist die Pala d'Oro im Basisticket enthalten?

Nein. Für den Zugang zum Presbyterium und das Anschauen der Pala braucht es ein internes Ticket von ca. 5 €.

Wie groß ist der Innenraum?

Der griechische Kreuzgrundriss misst außen ca. 76 × 62 Meter; die Zentralkuppel ist 43 Meter hoch.

Lässt sich ein Domplan herunterladen?

Die offizielle Website basilicasanmarco.it stellt druckbare Broschüren bereit. Am Eingang verteilen Mitarbeiter zudem kostenlose Faltpläne in den wichtigsten Sprachen.

Buchen Sie den Besuch mit Komplettrundgang

Um alle Bereiche des Doms zu erkunden — Vorhalle, Schiffe, Presbyterium mit Pala d'Oro, Schatzkammer, Museum und Pferdeloggia — empfiehlt sich ein Ticket mit den kostenpflichtigen Zugängen oder eine dedizierte Führung.

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